Pressemitteilung Flori Abstimmung und Ausstellung
50 FLORIs, 50 Geschichten: Kinder- und Jugendfeuerwehren bringen Kreativität ins Museum. Fast 500 Kinder und
Jugendliche aus 44 Kinder- und Jugendfeuerwehren haben aus einer zunächst schlichten Gipsfigur 50 ganz
unterschiedliche Kunstwerke geschaffen. Nun werden die Ergebnisse des Projektes „FLORI. Kreativ. Vielfältig.
Miteinander.“ erstmals gemeinsam im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg gezeigt.
FLORI ist das Maskottchen der Kreisjugendfeuerwehr Mittelsachsen. Für das Projekt wurde die Figur als weiße Gipsfigur
hergestellt und den teilnehmenden Kinder- und Jugendfeuerwehren zur Verfügung gestellt. Die Aufgabe war bewusst offen
gehalten: Jede Gruppe konnte selbst entscheiden, wie ihr FLORI am Ende aussehen sollte.
Und genau das sieht man den Ergebnissen an.
Es wurde gemalt, geklebt, gebaut, modelliert und mit ganz unterschiedlichen Materialien gearbeitet. Manche Gruppen
haben ihren FLORI an die eigene Feuerwehr angepasst, andere ihren Heimatort aufgegriffen oder Erlebnisse aus dem
Jugendfeuerwehralltag verarbeitet. Bei einigen entstand rund um die eigentliche Figur sogar eine komplette Szene. Ob
Feuerwehrtechnik, Natur, Vereinsleben, Heimat oder eine besonders ausgefallene Idee – jede Gruppe hat ihren eigenen
Weg gefunden. So sind aus derselben Grundfigur 50 Unikate entstanden.
„Mich begeistert vor allem, wie unterschiedlich die Ergebnisse geworden sind. Alle hatten am Anfang die gleiche weiße
Figur vor sich und am Ende erzählt jeder FLORI seine ganz eigene Geschichte. Genau das zeigt auch, wie kreativ und
vielfältig unsere Kinder- und Jugendfeuerwehren sind“, sagt Roy Schlesinger, Kreisjugendfeuerwehrwart Mittelsachsen.
Fast 500 Kinder und Jugendliche haben mitgemacht
Hinter den Figuren steckt deutlich mehr als nur das fertige Ergebnis. In den Gruppen wurde gemeinsam überlegt,
ausprobiert und immer wieder verändert. Teilweise arbeiteten die Kinder und Jugendlichen über mehrere Treffen hinweg
an ihrem FLORI. Nicht jede Idee funktionierte sofort, manches wurde noch einmal übermalt oder neu gebaut.
Damit zeigt das Projekt auch, wie vielfältig Jugendarbeit in der Feuerwehr heute sein kann. Neben Feuerwehrtechnik,
Wettbewerben und Ausbildung gehören Gemeinschaft, Kreativität und die Möglichkeit, selbst etwas zu gestalten, genauso
dazu. Besonders ist auch die große Beteiligung: Kinder und Jugendliche aus vielen Orten des Landkreises haben
gleichzeitig an derselben Idee gearbeitet – und dennoch völlig unterschiedliche Ergebnisse geschaffen.
Vom Feuerwehrhaus ins Museum
Mit der Ausstellung im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg bekommt das Projekt nun einen besonderen Abschluss. Die
50 FLORIs verlassen ihre Feuerwehrhäuser und werden erstmals gemeinsam an einem Ort gezeigt. Damit können nicht
nur die beteiligten Gruppen sehen, was in den anderen Kinder- und Jugendfeuerwehren entstanden ist. Auch Familien,
Feuerwehrangehörige und Museumsbesucher erhalten einen Einblick in ein Projekt, das in den vergangenen Monaten an
vielen Orten im Landkreis gewachsen ist. Die Ausstellung verbindet dabei Geschichte und Gegenwart: Das Stadt- und
Bergbaumuseum als Ort der regionalen Geschichte trifft auf Kinder und Jugendliche, die mit ihren Ideen zeigen, wie sie
ihre Feuerwehr und ihre Heimat heute erleben.
Besucher entscheiden mit
Mit der Ausstellung ist das Projekt noch nicht abgeschlossen. Die Besucherinnen und Besucher können selbst
mitentscheiden, welche Gestaltungen ihnen besonders gefallen. Die Abstimmung ist sowohl direkt im Stadt- und
Bergbaumuseum als auch online möglich. Die FLORIs werden dabei in verschiedenen Kategorien bewertet. Nach
Abschluss der Abstimmung werden die beliebtesten Gestaltungen ausgezeichnet. Wer die Ausstellung besucht, kann
seine Stimme direkt vor Ort abgeben. Wer nicht nach Freiberg kommen kann, kann online teilnehmen.
Ein Projekt, das Vielfalt zeigt
Die 50 Figuren zeigen sehr anschaulich, wie unterschiedlich Kinder- und Jugendfeuerwehren sein können. Jede Gruppe
hat eigene Ideen und ihren eigenen Blick auf Feuerwehr, Gemeinschaft und Heimat eingebracht.
Hinter jeder Figur stehen dabei nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Betreuerinnen und Betreuer und viele
Stunden gemeinsamer Arbeit. Für die Beteiligten ist die Ausstellung deshalb mehr als nur die Präsentation einer
gestalteten Figur: Sie können ihr gemeinsames Ergebnis außerhalb des Feuerwehrhauses zeigen – mitten in einem
Museum.
Ausstellung auch für Familien interessant
Gerade für Familien, Kinder und Jugendliche lohnt sich ein Besuch im Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg. Kinder bis 6
Jahre sowie Schülerinnen und Schüler mit Schülerausweis haben freien Eintritt. Erwachsene zahlen derzeit 8,50 Euro,
ermäßigt 4,50 Euro.
Neben den FLORIs laden auch die neu gestalteten Ausstellungsbereiche zu Entdeckungen ein. Die „Unter-Tage-Welt“
erzählt vom Freiberger Bergbau und Hüttenwesen. Im historischen Museumsgebäude erwarten die Gäste kostbare
Kunstwerke, eindrucksvolle Zeugnisse bergmännischer Traditionen sowie multimediale und interaktive Angebote für Groß
und Klein.
Zum Abschluss dankt die Kreisjugendfeuerwehr Mittelsachsen allen Kindern und Jugendlichen, die mit ihren Ideen, ihrer
Kreativität und viel Engagement zu diesem Projekt beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt außerdem dem Stadtund
Bergbaumuseum Freiberg, das nun den passenden Rahmen bietet, um die entstandenen FLORIs gemeinsam zu
präsentieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Weitere Informationen
Zum Projekt „FLORI. Kreativ. Vielfältig. Miteinander.“
www.flori-kreativ-mittelsachsen.de
Zum Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg, zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen:
www.museum-freiberg.de
Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg
Am Dom 1 · 09599 Freiberg
Mittwoch bis Montag: 10 bis 17 Uhr
3. Donnerstag im Monat: 10 bis 19 Uhr
Dienstag geschlossen

